Schon fast vergessen von den Medien, aber nicht von den Duisburger Bürgern hat der Oberbürgermeister Adolf Sauerland die Quittung erhalten.
Die Loveparade 2010 mit einem traurigen Ende war der Auslöser für die Abwahl von Sauerland. Damals kamen 21 Menschen bei der Loveparade zu Tode und das bei einer Veranstaltung, die laut Staatsanwaltschaft so nie genehmigt hätte werden dürfen.
Der Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat die Lage scheinbar bis heute absolut verkannt und hat laut Theo Steegmann von der Bürgerinititative "Neuanfang für Duisburg" den Bezug zur Realität verloren.
Von Anfang an hat der OB jegliche Verantwortung für das schreckliche Ende der Loveparade von sich gewiesen und gemauert. Ganz klar ist jedoch, so eine große Veranstaltung kann nicht am OB vorbeigeplant werden und wenn nicht der OB weiß was in seiner Stadt los ist und genehmigt wird, zumindest bei so einer Größenordnung, wer denn dann?
Adolf Sauerland schien jedenfalls sehr überrascht, dass die Mehrheit der Duisburger Bürer ihn nicht mehr als Bürgermeister sehen wollen und ihn mit ca. 129.000 Stimmen abgewählt haben.
Das Ganze spiegelt auch aktuell wieder, wie sehr Politiker manchmal an Ihrem Amtssessel kleben und den Bezug zur Realität und zum Bürger verloren haben. Ein Schelm wär da glauben mag, dass es nicht nur um das Ansehen und die Ehre ginge, sondern auch um mögliche Bezüge die sonst eingebüßt werden müssten.
Durch die Abwahl jedenfalls erhält der ehemalige Berufsschullehrer seine regulären Dienstbezüge weiter für den Monat in dem er aus dem Amt scheidet, sowie für die folgenden 3 Monate. Im Anschluss erhält er für 5 Jahre, höchstens jedoch bis zum Ablauf der regulären Amtszeit, ein Ruhegehalt von rund 71 Prozent seiner letzten Bezüge von etwa 10 000 Euro.
Ein interessanter Bericht dazu auch im WDR in "Die Story"
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Oberbürgermeister Adolf Sauerland abgewählt