Nach langem Schlingerkurs tritt Bundespräsident Wulff vom Amt zurück.
Nach dem die Opposition es schon länger gefordert hatte, der Rückhalt in der Bevölkerung immer mehr verloren ging und nun die Staatsanwaltschaft wegen einer neuen Affäre ermittelt hat Christian Wulff seinen Rücktritt erklärt. Die Immunität des Ex-Bundespräsidenten ist aufgehoben und die Staatsanwaltschaft kann nun die Ermittlungen aufnehmen.
Selbst in seiner Erklärung schien ihm immer noch kein Fehler bewusst zu sein, obwohl er dies mehrfach in anderen Stellungnahmen betont hatte. Er habe sich immer rechtlich korrekt verhalten.
Das er bei einer Befragung im Bundestag zum Verhältnis zu Geerkens aber nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte, andere sprechen hier sogar von einer klaren Lüge, scheint nach seinem Rechtsverständnis auch rechtlich korrekt gewesen zu sein.
Viele kleine aber auch größere Fehler, wie die Drohungen bei der Bild-Redaktion, die auch von Wulff im Nachinein als schwerer Fehler deklariert wurden, beschädigten das Amt des Bundespräsidenten doch zu sehr. Sollte ein Bundespräsident nicht nur rhetorisch gewandt, sondern eben auch ein Vorbild ohne Verdachtsmomente sein.
Offen ist noch, ob die Ruhegelder in Höhe von 200.000 Euro im Jahr in Anspruch genommen werden können oder ob vielleicht auch aus moralischen Gründen freiwillig verzichtet wird, was aber sehr wahrscheinlich bei der bisherigen Einsichtseinstellung unwahrscheinlich ist.
Über die Nachfolge wird in den nächsten Tagen entschieden. Bis dahin übernimmt Horst Seehofer das Amt kommisarisch. Mehr Ehrlichkeit in der Politik wäre wünschenswert, aber wer ohne Schuld würde den ersten Stein werfen?
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Christian Wulff gibt auf